Personalisierung bei Corporate Events: Wie aus kleinen Details ein besonderes Markenerlebnis wird
Eine außergewöhnliche Location, gutes Catering und ein reibungsloser Ablauf sind wichtige Grundlagen für ein erfolgreiches Event. Was Gästen aber oft besonders lange in Erinnerung bleibt, sind die Details.
- Die persönliche Einladung vor der Veranstaltung.
- Die Menükarte, die perfekt zum Designkonzept passt.
- Der Signature Drink an der Bar.
- Ein hochwertiges Gastgeschenk, das man tatsächlich mit nach Hause nehmen möchte.
- Oder manchmal sogar die Handcreme auf der Toilette.
Gerade bei Corporate Events und Firmenveranstaltungen beschäftigen wir uns deshalb intensiv mit der Frage: Wie können wir eine Marke so in ein Event übersetzen, dass sie für die Gäste erlebbar wird, ohne dass überall ein großes Firmenlogo stehen muss?
Denn gute Event Personalisierung bedeutet für uns nicht, möglichst viele Gegenstände zu branden. Sie bedeutet, die richtigen Details auszuwählen und daraus ein stimmiges Gesamterlebnis zu schaffen.
Warum Personalisierung bei Events einen Unterschied macht
Während einer Veranstaltung nehmen Gäste unglaublich viele Eindrücke gleichzeitig wahr. Location, Licht, Musik, Essen, Service, Dekoration, Menschen und Programm wirken zusammen. Nicht jedes Detail wird dabei bewusst registriert. Trotzdem beeinflussen diese kleinen Berührungspunkte, wie sich ein Event anfühlt.
Wenn Farben zusammenpassen, Materialien hochwertig wirken, das Catering das Veranstaltungskonzept aufgreift und selbst kleine Details durchdacht erscheinen, entsteht ein anderes Gesamtbild als bei einer Veranstaltung, bei der einzelne Elemente einfach nebeneinanderstehen.
Genau darin liegt für uns die Stärke personalisierter Events.
Die Marke muss dabei gar nicht permanent offensichtlich sein. Im besten Fall entsteht vielmehr ein roter Faden, der sich durch die gesamte Guest Experience zieht.
Personalisierung kann die Verbindung zwischen Gast und Marke stärken, Wertigkeit vermitteln und dafür sorgen, dass eine Veranstaltung länger in Erinnerung bleibt. Vor allem aber kann sie etwas zeigen, das sich nur schwer in Zahlen messen lässt: Hier hat sich jemand Gedanken gemacht.
Erst überlegen, dann personalisieren
Eine Sache ist uns bei personalisierten Produkten besonders wichtig: Nicht einfach bestellen, nur weil man etwas bedrucken kann.
Natürlich können wir für eine Veranstaltung hunderte klassische Giveaways mit Logo produzieren lassen. Die entscheidende Frage ist aber: Bringt das dem Gast wirklich etwas?
Wir schauen deshalb zuerst auf die Veranstaltung selbst. Was ist das Thema? Wer nimmt teil? Was passt zur Marke? Welche Geschichte möchten wir erzählen? Und welches Element könnte diese Geschichte sinnvoll unterstützen?
Erst danach beginnt die Recherche. Ein hochwertiges Produkt ohne auffälliges Branding kann beispielsweise deutlich stärker wirken als ein günstiger Artikel mit einem riesigen Logo. Gerade bei hochwertigen Corporate Events gilt aus unserer Sicht häufig: lieber weniger Elemente auswählen und diese dafür konsequent und qualitativ umsetzen.
Muss wirklich überall das komplette Firmenlogo drauf?
Event Branding bedeutet nicht automatisch, Firmenname, Logo und Slogan auf jede verfügbare Fläche zu drucken. Manchmal reicht sogar ein Teil der visuellen Markenwelt.
Das kann ein Symbol sein, eine bestimmte Farbe, ein wiederkehrendes Muster oder ein Material. Vielleicht greifen wir die Firmenfarbe im Lichtdesign auf. Vielleicht findet sie sich in Kissen, Teppichen oder Blumen wieder. Vielleicht wird ein DJ Booth individuell gestaltet oder ein Serviettenring mit einer kleinen Logogravur versehen.
Gerade wenn ein Event hochwertig und elegant wirken soll, kann dezentes Branding wesentlich stärker sein als eine möglichst große Markenpräsenz.
Für uns ist deshalb nicht die Frage: Wo können wir noch ein Logo platzieren? Sondern: Wie können wir die Marke so in den Raum integrieren, dass sie selbstverständlich dazugehört?
Wie viel Planung kann schon hinter einer Serviette stecken?
Erstaunlich viel.
Eine Serviette klingt zunächst nach einem der einfachsten Bestandteile einer Tischgestaltung. Sobald wir sie für ein individuelles Event auswählen, kommen allerdings einige Fragen zusammen.
- Papier oder Stoff?
- Wenn Papier: Wie viele Lagen?
- Welche Größe?
- Welche Farbe?
- Welche Faltung?
- Rechteckig, dreieckig oder ganz anders?
- Soll sie bestickt, geprägt oder bedruckt werden?
- Wird das komplette Logo verwendet oder nur ein dezentes Markenelement?
Und plötzlich ist die Serviette nicht mehr einfach nur eine Serviette, sondern Teil des gesamten Gestaltungskonzepts. Das Gleiche gilt für Menükarten, Getränkekarten, Platzkarten, Serviettenringe oder andere kleine Elemente auf dem Tisch.
Gerade diese Details begegnen den Gästen unmittelbar. Sie nehmen sie in die Hand, lesen sie und sehen sie während des gesamten Dinners vor sich. Deshalb lohnt es sich, auch bei vermeintlich kleinen Dingen genauer hinzusehen.
Event Branding hört nicht bei der Dekoration auf
Natürlich gibt es viele sichtbare Möglichkeiten, eine Marke in einer Firmenveranstaltung aufzugreifen.
Ein individuell gestalteter DJ Booth oder Bühnenbereich kann zum zentralen Blickfang werden. Menükarten lassen sich an das Veranstaltungsdesign anpassen. Kissen, Teppiche, Mobiliar oder Dekoration können Markenfarben aufnehmen. Sitzplatzkarten können mit Namen und Titeln der Gäste individualisiert werden.
Spannend wird es für uns aber vor allem dann, wenn wir nicht nur darüber nachdenken, was Gäste sehen.
Denn ein Event wird mit allen Sinnen erlebt.
Die fünf Sinne als Teil der Guest Experience
Beim Event Branding denken viele zuerst an Farben, Logos und Dekoration. Die Markenwelt kann aber deutlich weitergehen.
- Sehen: Licht, Farben, Dekoration, Mobiliar und Raumgestaltung prägen den ersten Eindruck. Eine Luxusmarke kann beispielsweise mit warmem Licht, hochwertigen Materialien und einer reduzierten Gestaltung eine ganz andere Atmosphäre schaffen als eine junge, dynamische Marke.
- Hören: Auch Musik ist Teil des Erlebnisses. Was läuft beim Empfang? Wie verändert sich die Musik während des Dinners? Wann wird die Stimmung lebendiger? Sound und Musik können die Dramaturgie eines Abends stark beeinflussen.
- Riechen: Düfte sind eng mit Erinnerungen verbunden. Raumdüfte, Kerzen, Blumen oder natürliche Materialien können deshalb ebenfalls zur Atmosphäre beitragen.
- Schmecken: Food & Beverage bieten besonders viele Möglichkeiten. Ein individuell entwickeltes Menü, ein Signature Drink, personalisierte Snacks oder eine besondere Präsentation können das Eventkonzept aufgreifen.
- Fühlen: Stoffe, Papierqualitäten, Verpackungen und andere Materialien werden von Gästen direkt berührt. Auch Haptik vermittelt Qualität.
Natürlich muss nicht jedes Event jeden Sinn bis ins kleinste Detail inszenieren. Aber diese Perspektive hilft uns dabei, eine Veranstaltung nicht nur als Raum mit Dekoration zu betrachten, sondern als Gesamterlebnis.
Warum wir bei einem Event sogar über die Toiletten nachdenken
Es gibt Bereiche einer Veranstaltung, die bei der Konzeption gerne vergessen werden. Die Toiletten gehören definitiv dazu.
Dabei sind auch sie Teil der Guest Journey.
Bei einem Event für eine große Champagnermarke haben wir deshalb ganz bewusst auch diesen Bereich betrachtet. Statt die Toiletten lediglich funktional zu behandeln, wurden hochwertige Amenities wie Seife, Raumduft und Handcreme ausgewählt.
Dabei ging es nicht darum, einfach irgendwelche teuren Produkte aufzustellen. Wichtig war dem Kunden, dass auch diese Produkte eine Verbindung zur eigenen Markenwelt haben. Deshalb wurden Produkte einer Marke aus demselben Luxusportfolio beziehungsweise Konzernumfeld eingesetzt.
Für uns ist das ein gutes Beispiel dafür, was konsequente Personalisierung bedeutet.
Die Gäste müssen nicht bewusst denken: „Ah, diese Handcreme passt zur Markenstrategie.“
Aber sie nehmen wahr, dass die Qualität und Atmosphäre nicht an der Tür zum Veranstaltungsraum aufhören.
Und genau solche Details tragen zum Gesamtgefühl eines Events bei.
Gastgeschenke: Was bleibt nach dem Event?
Personalisierung kann vor Ort stattfinden. Sie kann die Gäste aber auch nach Hause begleiten.
Gastgeschenke sind dafür eine schöne Möglichkeit – wenn sie zur Veranstaltung passen und einen echten Mehrwert haben.
Gerade bei Firmenveranstaltungen und Incentive Reisen in München und Bayern greifen wir gerne regionale Elemente auf. Das kann vom hochwertigen Brotzeitbrettl über personalisierte Lebkuchenherzen bis hin zu Bierkrügen oder Trachtenaccessoires reichen.
Besonders bei Oktoberfest-Veranstaltungen bekommen wir viele Anfragen zu personalisierten Produkten. Beliebt sind beispielsweise sogenannte „Glubbal“ – kleine Holz-Wäscheklammern mit bayerischen Motiven, die individuell gestaltet werden können.
Aber auch klassische Produkte wie hochwertige Wasserflaschen, Tote Bags, Notizbücher oder Reiseaccessoires können funktionieren.
Entscheidend ist für uns weniger, ob ein Giveaway besonders ausgefallen ist. Es sollte zur Veranstaltung passen, qualitativ überzeugen und im besten Fall etwas sein, das die Gäste auch nach dem Event noch verwenden möchten.
Nachhaltigkeit wird bei personalisierten Produkten immer wichtiger
Gerade bei Giveaways merken wir, dass unsere Kunden inzwischen deutlich genauer hinschauen.
- Wo wurde das Produkt hergestellt?
- Welche Materialien wurden verwendet?
- Wie langlebig ist es?
- Wie ist es verpackt?
Diese Fragen spielen bei der Auswahl eine immer größere Rolle.
Und das ist auch sinnvoll. Ein Produkt, das nach dem Event direkt entsorgt wird, nur weil unbedingt ein Giveaway verteilt werden sollte, erfüllt aus unserer Sicht kaum seinen Zweck.
Lieber wählen wir einen Artikel, der hochwertiger ist, tatsächlich genutzt wird und eine sinnvolle Verbindung zur Veranstaltung hat.
Qualität und Nachhaltigkeit können dabei sehr gut zusammenspielen.
Auch Food & Beverage lässt sich personalisieren
Nicht jedes Gastgeschenk muss ein klassischer Gegenstand sein.
Auch Schokolade, Snacks, Getränke oder andere Lebensmittel können individuell gestaltet werden. Verpackungen lassen sich personalisieren, regionale Spezialitäten können aufgegriffen und Signature Drinks speziell für die Veranstaltung entwickelt werden.
Ein Beispiel aus unserer eigenen Eventpraxis ist auch auf dem Beitragsbild zu sehen: Für ein Event ließen wir Brezen passend zum Veranstaltungsmotto in Form eines „X“ backen. So wurde aus einem klassischen bayerischen Produkt ein individuelles Detail, das das Branding auf charmante Weise auch im kulinarischen Konzept aufgegriffen hat.
Hier gibt es allerdings einen wichtigen Punkt, den wir gerade bei größeren internationalen Gästegruppen früh berücksichtigen: Dietary Requirements.
Allergien, Unverträglichkeiten, vegetarische oder vegane Ernährung sowie weitere Anforderungen können die Auswahl einschränken. Gerade wenn ein Lebensmittel als Geschenk für alle Gäste vorgesehen ist, müssen Inhaltsstoffe und Einsatzmöglichkeiten frühzeitig geprüft werden.
Ein schönes Design allein reicht auch hier nicht. Das Produkt muss für die tatsächliche Gästegruppe funktionieren.
Die Guest Experience beginnt vor dem Veranstaltungstag
Personalisierung beginnt für uns nicht erst, wenn die Gäste die Location betreten.
Schon die Einladung ist der erste Touchpoint.
Bei einer digitalen Einladung können Farben, Logo, Bildsprache und Tonalität das spätere Veranstaltungskonzept aufgreifen. Noch persönlicher kann eine physische Einladung werden.
Besonders spannend finden wir Konzepte, bei denen nicht sofort alles verraten wird.
Stellt euch beispielsweise vor, ein Gast bekommt persönlich eine hochwertige Winterjacke überreicht. Dazu nur die Information: Haltet euch dieses Datum frei.
Wohin es geht, wird noch nicht verraten.
Erst näher am Veranstaltungstermin folgt die Auflösung: Die Reise geht nach Island.
Die Jacke ist damit nicht einfach nur ein Geschenk. Sie ist Einladung, Teaser und später gleichzeitig ein praktischer Begleiter für die Reise.
Solche Ideen schaffen bereits Wochen vor dem eigentlichen Event Vorfreude und Gesprächsstoff. Das Erlebnis beginnt also lange vor der Abreise.
Personalisierung braucht Zeit – und meistens mehr Abstimmung als gedacht
Eine Sache wird bei individuellen Produkten gerne unterschätzt: Produktionszeit ist nicht gleich Lieferzeit.
Wenn bei einem Produkt beispielsweise zehn Werktage Produktionszeit angegeben sind, bedeutet das nicht automatisch, dass es nach zehn Tagen bei uns liegt.
Dazu kommen Versand, Freigaben, mögliche Designänderungen und Abstimmungen mit Lieferanten. Teilweise wird die tatsächliche Lieferzeit sogar erst im weiteren Bestellprozess sichtbar. Deshalb planen wir bei personalisierten Elementen lieber Puffer ein.
Auch die Abstimmung des Designs braucht Zeit. Aus unserer Erfahrung können sich viele Kunden ein individualisiertes Produkt deutlich besser vorstellen, wenn sie einen konkreten Entwurf sehen.
Wir lassen uns deshalb, wenn möglich, zunächst eine digitale Visualisierung erstellen. Bevor direkt ein kostenpflichtiges personalisiertes Sample produziert wird, kann auch ein vorhandenes Musterprodukt sinnvoll sein. Es muss noch nicht das finale Kundenlogo tragen – wichtig ist zunächst, Material, Verarbeitung, Größe und Qualität einmal in der Hand zu halten.
Danach folgen häufig noch ein paar Runden: Logo etwas kleiner. Farbe noch einmal anpassen. Andere Positionierung. Vielleicht doch nur das Symbol statt des kompletten Logos.
Das gehört dazu. Denn genau diese Abstimmungen sorgen am Ende dafür, dass ein personalisiertes Element nicht einfach nur „gebrandet“, sondern wirklich Teil des Eventkonzepts wird.
Gute Personalisierung ist kein Sammelsurium aus Logos
Für uns bedeutet ein personalisiertes Corporate Event nicht, möglichst viele Produkte mit einem Firmenlogo zu versehen.
Es geht darum, die Marke, die Gäste und den Anlass zusammenzubringen.
Manchmal entsteht dieser Effekt durch eine große Inszenierung. Häufig sind es aber gerade die kleinen Dinge: eine hochwertig gestaltete Menükarte, die richtige Lichtfarbe, ein persönliches Gastgeschenk, ein passender Signature Drink oder ein Detail an einer Stelle, an der niemand damit gerechnet hätte.
Als Eventagentur aus München schauen wir deshalb auf die gesamte Guest Journey – vom ersten Kontakt mit der Einladung über die Veranstaltung selbst bis zu dem Moment, in dem ein Gast vielleicht Wochen später ein Geschenk aus dem Event wieder in die Hand nimmt.
Fazit
Nicht jeder Touchpoint muss gebrandet sein. Aber jeder Touchpoint kann dazu beitragen, wie eine Veranstaltung wahrgenommen wird.
Denn am Ende erinnern sich Gäste nicht nur daran, was sie bei einem Event gesehen oder erlebt haben.
Sie erinnern sich vor allem daran, wie es sich angefühlt hat.
Ihr plant ein Corporate Event und möchtet eure Marke für die Gäste wirklich erlebbar machen? Erzählt uns von eurem Unternehmen, euren Gästen und eurer Idee.
Wir entwickeln gemeinsam mit euch ein Eventkonzept, bei dem Personalisierung nicht einfach aufgesetzt wirkt, sondern sich vom ersten Touchpoint bis zum letzten Detail durch die Veranstaltung zieht.
Wollen auch Sie Ihre nächste Veranstaltung unvergesslich machen?
Weitere Informationen zu unserem Angebot bezüglich Corporate Events finden Sie hier: